Das Revier Markersdorf, 3040 Neulengbach wird von 4 Hauptpächtern verwaltet.
Der Jagdleiter ist Herr Sauer Johann.
Auf dieser Seite möchte die Jägerschaft auf ihr Arbeitsgebiet hinweisen und so manches Vorurteil aus der Welt schaffen. Sowie auf einige wichtige Regeln in der Natur hinweisen, so dass Mensch und Tier gemeinsam den notwendigen Lebensraum genießen können.
Allgemeines zur Jagd:
Warum jagen wir?
Es gibt weltweit sehr viele Jagdgegner. Sie sehen in der Jagd das Grundübel der Zerstörung der Natur durch den Menschen. Sie unterstellen den Jäger/innen die Lust am Töten und Zerstören.
Das ist ein Pauschalurteil, das so nicht stimmt. Selbstregulation kann nur in ausgedehnten natürlichen Biotopen erfolgen, in denen das Räuber-Beute Verhältnis völlig intakt ist. Leider befinden wir uns in einer Kulturlandschaft, die für manche Tiere gute und für manche Tiere auch viel schlechtere Lebensbedingungen hervorbringt. Das macht klar, dass eine naturnah ausgerichtete Regulation und eine nachhaltige Nutzung der Tierpopulationen nicht im Gegensatz zum Naturschutz stehen. Die vielen Hegemaßnahmen werden im Sinne der Verbesserung des Lebensraumes und somit auch für den Naturschutz durchgeführt. Darunter zählen die Erhaltung von Wegrainen, Büschen, Schaffung von Äsungsflächen, die Pflanzung von Obstgehölzen und Sträuchern, Anlage von Kleesaaten in Getreidestreifen, Erhaltung von Tümpeln und Moorwiesen, die Schaffung von Wasserstellen etc.
Die Jäger und Jägerinnen arbeiten heute mehr als je zuvor im Sinne des Naturschutzes. Sie sehen sich als engagierte Naturschützer/innen! Weiters werden alle Jungjäger/innen in ihrer Ausbildung mit einem umfassenden wildökologischen Wissen ausgestattet, damit sie in Zukunft ihre Tätigkeiten im Revier mit großer Verantwortung durchführen können.
Was wäre wenn?
Würden die gesetzlich vorgeschriebenen Abschüsse nicht getätigt, würden sich die Wildtiere selbst die Lebensgrundlage nehmen: Das heißt, Rotwild und Rehwild nehmen zu - es käme zu Nahrungsengpässen. Und im Wald gäbe es nicht mehr tragbare Verbiss- und Schälschäden.
Waffe ist nicht Symbol!
Die Markersdorfer Jäger empfinden Demut vor den Lebewesen und Respekt vor der Schöpfung. Dies bedenken sie vor jeder Schussabgabe. Jeder Weidmann weiß, dass ein einfach auszulösender physikalischer Vorgang, wie die Abgabe eines Schusses weitreichende Folgen hat. Der Jäger trägt die Waffe als Mittel zum Zweck, nicht als sein Symbol.
Nachhaltig
Die Jäger regeln den Wildbestand nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit ( d.h. dass nicht mehr Wild entnommen wird, als zuwächst), kümmern sich aber immer mehr um die Schaffung und Erhaltung einer vielfältigen, reich strukturierten Landschaft, in der das Wild Deckung und Äsung findet, und betreiben modernes Wildtier-Management nach wildökologischen Grundsätzen.
Wildfütterung
Ziel des Jägers ist es, den Lebensraum des Wildes zu entlasten, Wildschäden zu verhindern und die Lebensraumansprüche des Wildes zu gewährleisten. Deshalb plädieren Jäger dafür, durch vielfältige Äsungsflächen ein Nahrungsangebot zu schaffen, das eine Fütterung in der vegetationsarmen Zeit nur als unterstützende Maßnahme notwendig werden lässt. Immer angepasst an die zeitlich und örtlich wechselnden Erfordernisse. Denn die Fütterung darf keinesfalls dazu führen, zu Lasten des Lebensraumes unnatürlich hohe Wilddichten zu fördern, um erfolgreicher jagen zu können.
Notzeiten bei denen keine ausreichende natürliche Äsung gegeben ist:
-
infolge hoher Schneedecken
-
bei Vereisung und längeren Frostperioden
-
nach Dürreperioden
-
Wanderungen zwischen Sommer- und Wintereinständen (bei Rotwild)
Wildschäden können nur verhindert werden, wenn das Futter auf die physiologischen Bedürfnisse des jeweiligen Wildes abgestimmt ist und das Wild weiß, wo es in der Notzeit Futter findet. Weiters ist die Freizeitnutzung der Wälder ein Problem für das Äsungsverhalten des Wildes. Von Spaziergängern, Radfahrern oder anderen gestört und verschreckt, kann es den natürlichen Äsungsrythmus nicht mehr folgen, bleibt im Busch und verbeißt oder schält.
Regeln
Gejagt wird nur nach strengen Regeln, deren Missachtung geahndet wird: Jeder Revierinhaber zählt sein Wild, erhebt wie viel nachwachsen wird und erstellt daraufhin in Absprache mit dem Bezirksjägermeister einen genauen Plan, in dem festgehalten ist, wie viel Wild pro Jahr entnommen wird.
Nicht nur der Jäger hat sich an Regeln zu halten, auch jeder einzelne Waldbesucher!
So ist es für den Tierfreund und Naturliebhaber selbstverständlich eine Stunde vor Sonnenuntergang bis eine Stunde nach Sonnenaufgang, den Wald nicht zu betreten, um das Wild bei der Nahrungsaufnahme nicht zu stören.
Das Markersdorfer Revier ist seit 1998 am Projekt "Niederwildmonitoring" beteiligt, das heißt es wird 2x jährlich eine Hasenzählung durchgeführt um den Frühjahrsbesatz festzustellen und auch die Herbstdichte. Da der Niederwildbestand in den letzten 20 Jahren sehr stark gesunken ist, finden seit dieser Zeit auch keine Treibjagden in unserem Revier statt. Die Herbstjagden, die nach wie vor durchgeführt werden, sind rein dazu da um das Raubwild kurz zu halten. Es werden keine Hasen, Fasane, Rebhühner geschossen. Wollen Sie mehr zu diesem Projekt erfahren, dann unter folgendem Link: www.noeljv.at/form.htm
Es ist aber auch zu bedenken, dass sowohl der Hund als auch die Hauskatze zu den natürlichen Feinden des Niederwildes gehören, darum ersucht die Jägerschaft die Tierhalter darauf zu achten, dass an Uferböschungen, im Wald und Feld ihre Lieblinge nicht frei herumlaufen.
Weitere interessante Infos zum Thema Jagd finden Sie auf der Homepage des NÖ-Landesjagdverbandes: www.noeljv.at
